Von 1936 – 1970

Geschrieben von: Oliver Voß
  • 1938
    Am 19. Februar teilte Brandmeister Bode mit, dass die Wehr in Zukunft nur 40 Mann stark sein dürfe. In Zukunft solle die Feuerwehr auch als Feuerlöschpolizei eingesetzt werden.
  • 1945
    In einem Schreiben des Kreisbrandmeisters vom 27. September wird den Wehrführern eine Anordnung der Militärregierung zur Kenntnis und genauen Beachtung mitgeteilt. Darin heißt es u.a.: „Der Dienst in den Feuerwehren ist ab sofort wieder aufzunehmen. Vor allen Dingen sind sämtliche Geräte auf Einsatzfähigkeit zu prüfen. Die Gerätehäuser sind gründlich zu säubern…
    Alles überflüssige, d.h. nicht Feuerwehrgerät, ist aus dem Gerätehaus zu entfernen.“
  • 1946
    Am 6. Oktober wurde die Wehr um 14.45 Uhr anlässlich eines Waldbrandes in der Hauung am Kleinen Buchberg, Abteilung 33, alarmiert und mit zwei Lastwagen des Kameraden Karl Pommerehne transportiert.
  • 1947
    Im Feuerwehrdienstbuch wurde am 13. Januar eingetragen: „Da mir keinerlei Raum zur Verfügung steht und unsere beiden Wirte die Gaststuben nicht heizten, konnte ich im Januar keine Versammlungen noch Übungen abhalten.“
  • 1949
    Kamerad Karl Hoffmeister hatte zusammen mit Bürgermeister Wilhelm Horn junge Kameraden veranlassen können, am 12. Januar eine neue Gruppe zu bilden. Es waren die Kameraden Ewald Hurlemann, Karl-Heinz Hillebrecht, Wilhelm Reinecke, Ernst Brünig, Wilhelm Ahrens, Karl Markgräfe, Willi Clusmann, Rudi Püster, Otto Arnecke, Willi Metje, Karl-Heinz Kolle. Bürgermeister Wilhelm Horn sprach über die Aufgaben der Wehr, die Gut und Leben der Mitmenschen uneigennützig gerade bei Brandgefahr schützen solle und sagte die Unterstützung und tatkräftige Mitarbeit der Gemeindeverwaltung bei der Bewältigung der neuen Aufgaben zu.
  • 1950
    Am 3. Mai hatte die Gemeinde zu einer Versammlung eingeladen, die Gemeindedirektor Heinrich Metje leitete. Er sprach dem zum Oberbrandmeister beförderten Kameraden Karl Hoffmeister für die geleistete Arbeit seinen Dank aus. Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr wurde dem durch Kreisbrandmeister Bruno Sommer zum Brandmeister beförderten Kameraden Otto Steinhoff übergeben. Folgende Kameraden wurden ausgezeichnet; Für 50jährige Mitgliedschaft Karl Hoffmeister; für 40jährige Mitgliedschaft Ernst Reinecke, Willi Clusmann, Otto Brünig, Karl Rieke; für 25jährige Mitgliedschaft Ernst Kirchhoff, Heinrich Bock, Heinrich Kolle, August Bauerdorf, Richard Blumenhagen.
  • 1955
    Mit dem 31. Oktober lief die Amtszeit des Gemeindebrandmeisters Otto Steinhoff aus. Er stellte sein Amt zur Verfügung, damit junge Kameraden sich mit der Verantwortung vetraut machen und sich bewähren können. In der vom Bürgermeister Wilhelm Bode geleiteten Versammlung im „Goldenen Löwen“ (Hugo Reinecke) wurde am 18. November Kamerad Wilhelm Reinecke als neuer Brandmeister gewählt und von der Gemeindeverwaltung bestätigt.
  • 1963
    Am 19. September wurde mit Marschmusik der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Klein Rhüden das neue Fahrzeug, ein Ford FK 1000, eingeholt und durch den Bürgermeister Karl-Heinz Kolle an den Gemeindebrandmeister übergeben. Das Mannschaftsfahrzeug wurde auf den Namen „Phillip“ getauft.
  • 1964
    Am 5. – 7. September wurde das 90jährige Jubiläumsfest in einem großen Festzelt unter Mitwirkung von zwei Musikkapellen gefeiert.

Angaben aus dem Archiv

Technische Zeichnung der Firma Magirus/Ulm des damaligen Angebotes: TS 8/8, Baujahr 1958

Technische Zeichnung der Firma Magirus/Ulm des damaligen Angebotes: TS 8/8, Baujahr 1958

 

  • 1956
    Durch Brandstiftung wird die Scheune vom Kameraden Willi Clusmann mit allen Erntevorräten zerstört.
  • 1958
    Bei den Fels-Werken brennt das Wäschegebäude aus. Eine Tragkraftspritze TS 8/8 (Magirus/Ulm) wird angeschafft:
    – Vierzylinder-Viertakt-VW-Motor
    – Leistung: 28 PS bei 3000 U/min
    – Gebläseluftkühlung
    – Auspuff-Ejektor als Ansaugvorrichtung
    – Zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe aus Leichtmetall
    – damaliger Preis: ca. 4000,-DM
    – Nennförderstrom: 800 l/min
    – Nennförderdruck: 8 bar
  • 1964
    Der Gerätehausumbau wird übergeben.
  • 1970
    Der Junghennenstall von Kurt Röbbel wird ein Raub der Flammen. 9000 Junghennen verbrennen qualvoll.
Textquelle: Karl Bauerdorf, „Münchehof – Mönnekoff“, 272 Seiten, Hrsg. Stadt Seesen (1985), Gesamtherstellung: Druckerei M. Wirth GmbH, Seesen/Stadtoldendorf
Bildquelle: Angebotsmappe für die Freiwillige Feuerwehr Münchehof der Firma Magirus/Ulm

Ein Kommentar

  1. Peter Schodlok sagt:

    Hallo liebe Kameraden ,ich versuche eine TS 8/8 Magirus
    wie die Eure als Model zu machen und zwar mit hilfe eines
    3D Druckers .Der Grund ist ich habe damit laufen gelernt
    die Pumpe stand bis 1989 bei der Bw Feuerwehr Mun Dp Kropp
    in Betrieb da waren 38 Rohrbrunnen 2 x Jährlich je 30 min
    zu prüfen hat sie klaglos geleistet ,sie wurde ausgesondert weil keien Ersatzteile verfügbar waren ,wir brauchten keine trotzdem. ich bin heute 78 Jahre ,habe den Feuerwehrmarsch
    im Kreis Schleswig Flensburg (Lürschau am 9.5.15 10 Km )
    mitmarschiert unsere Gruppe Durchschitsalter 76 J
    wenn es möglich ist hätte ich einen Scan von der Obigen Zeich nung mit für mich lesbaren Daten diese lässt sich nicht vergrössern.Bei Interesse schicke ich Euch ein Foto vom Model Behelfs TLF Natoford auf dem Diese Pumpe auch stand.
    wenns nicht möglich ist ,nichts für ungut,ich hatte einen interessnten Artikel zu lesen
    freunliche Grüsse aus Schleswig an der Schlei
    Peter Schodlok
    Kiebitzreihe 13
    24837 Schleswig

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