Tierrettung

Geschrieben von: Oliver Voß - 06• Mai•2011
Technische Hilfeleistung - Tierrettung

Technische Hilfeleistung - Tierrettung

Um 15.51 Uhr rief die Sirene zu einem nicht alltäglichen Alarm. Die Feuerwehr-Einsatzleitstelle war von einem Spaziergänger angerufen worden, dass ein Hund im Bereich der Kalkwäsche ins Eis eingebrochen sei und sich aus eigener Kraft nicht befreien konnte.
Die mit LF 8 und MTW ausgerückten fünzehn Feuerwehrkameradinnen und -kameraden fanden nach Einweisung das Tier zwischen den Sträuchern gut 20 m vom Ufer im noch nicht allzu tiefen, eisigen Wasser. Um zu dem Hund zu gelangen wurde mit Steckleiterteilen vorgegangen. Dafür musste ein Teil der Sträucher gekappt werden. Der mit Wathosen ausgerüstete Trupp konnte den Jagdhund -eine Deutsche Bracke- auf dem Arm ans sichere Land bringen und in eine wärmende Decke gehüllt in den MTW verladen. Inzwischen war noch ein weiterer Jagdhund, diesmal aber an Land gefunden worden. Wie sich herausstellte, hatten die Landesforsten im nahe gelegenen Wald eine Treibjagd ausgerichtet, bei der die Hunde abgängig waren. Der Besitzer, ein Forstbeamter aus Göttingen, der inzwischen eingetroffen war, konnte den Hund erfreut übernehmen. Um 17.05 Uhr war der Einsatz erfolgreich beendet.

Vierteljahrhundert

Geschrieben von: Oliver Voß - 06• Mai•2011
25 Jahre Feuerwehrhaus Münchehof

25 Jahre Feuerwehrhaus Münchehof

25 Jahre, fast auf den Tag genau, ist es nunmehr her, dass die Freiwillige Feuerwehr Münchehof ihr Feuerwehrgerätehaus übernehmen konnte. Damals im März 1985 wurde die alte Just’sche Scheune in Eigenregie abgerissen. Rohbau, Zimmerarbeiten und Elektrik wurden durch Firmen realisiert.
Wenige Monate später, im Mai, konnte dann im feierlichen Rahmen das Richtfest begangen und nur ein halbes Jahr später dann das Gebäude bezogen werden.

QM-Qualitätsmanagement

Geschrieben von: Oliver Voß - 06• Mai•2011

Wer die Regeln aufstellt

Die Freiwillige Feuerwehr Münchehof bietet Ihnen seit dem 07. Januar 2003 einen Internetauftritt an.
Nach den bisher gemachten Erfahrungen erschien es uns an der Zeit, das bisherige Konzept grundsätzlich zu überarbeiten. Mit dem neuen Layout haben wir uns dazu entschieden, auf die ‘Frame’ das heißt ‘Rahmenstruktur’ komplett zu verzichten, um nunmehr eine Trennung von Inhalt und Design zu realisieren.
Somit können auch behinderte Menschen gleichberechtigt Informationen aus dem Netz beziehen!
Interessante Hinweise finden Sie auf der Internetpräsenz einfach-fuer-alle.de.
Das World Wide Web Consortium (W3C) stellt die höchste Instanz für Entwicklungen des Internets, gerade im Hinblick auf die Programmierung der einzelnen Internet-Dokument-Typen dar. Das W3C-Gremium rekrutiert sich aus Fachleuten von drei namhaften Universitäten sowie Vertretern der Software-Industrie.
Es legt verbindliche Regeln für die Normierung der Internet-Programmierung fest.
In puncto Barrierefreiheit ist es also angemessen, sich diesen Regeln zu unterwerfen. Damit stellen standardkonforme (also den syntaktischen Regeln entsprechende) Websites einen ersten Schritt für barrierefreie Dokumente dar. Ein solcher Internet-Auftritt ist heutzutage keine moralische Frage mehr, in vielen Bereichen wird er schon durch gesetzliche Grundlagen gefordert.
Dokumente unserer Internet-Präsenz werden zukünftig (Schritt für Schritt) den Standards des W3C unterzogen. Sofern die Seite einen korrekten Aufbau darstellt, zeigen wir dies nach außen hin, mit dem entsprechenden Logo des W3C unter dem Menüpunkt ‘QM’ (Qualitätsmanagement)!
Ein Klick auf das Logo unterzieht der entsprechenden Seite einen Validations-Check. Sofern keine Fehler aufgetreten sind, erlaubt das W3C-Konsortium das Logo auf die geprüfte Seite zu stellen.
Sie sehen damit, dass wir sozusagen auf dem richtigen Weg sind…

An meiner Meinung hat sich nichts geändert

Geschrieben von: Oliver Voß - 22• Sep•2009

The same procedure as every Year James…
Ein Hinweis sei an dieser Stelle noch hinzugefügt: kennt jemand schon den Entwurf zur neuen Feuerwehrordnung und hat sich jemand schon mal mit dem Thema ‘Feuerwehrbedarfsplan’ auseinandergesetzt…?

Am Sonnabend, denxx.ten Monat des Jahres XXXX trafen sich X Feuerwehren zu einer Leistungsüberprüfung.
Der Seesener Presse ist zu entnehmen, dass es unter anderem darum ging, einen gezielten Löschangriff durch drei Trupps vorzutragen. Die Löschwasserversorgung erfolgt dabei aus einem offenen Gewässer.

Doch es sei hierbei erlaubt die Frage zu stellen, inwiefern diese Prozedur der Wirklichkeit entspricht?
Ausbildung in der Feuerwehr muss vielfach standardisierten Abläufen unterliegen, damit unter Stressbedingungen Handlungsabläufe (‚ohne groß nachzudenken’) funktionieren. Nur so kann eine Wasserentnahmestelle, wie sie bspw. ein offenes Gewässer darstellt, taktisch gesehen schnellstmöglich genutzt werden.

Doch wie sieht es in der Realität aus?
Ein Blick in Statistiken auf Internetangeboten von Feuerwehren lässt auch eine feuerwehrfremde Person schnell zu der Erkenntnis kommen, dass die Regel-Wasserentnahmestelle ein Löschmitteltank eines Fahrzeuges bzw. ein Hydrant darstellt.
Hinzu kommt die Tatsache, dass eine effektive Menschenrettung oder Brandbekämpfung zumeist nur direkt vor Ort (das heißt im Inneren eines Gebäudes) stattfinden kann. Hierfür müssen Einsatzkräfte mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten und hochwertiger Feuerwehrschutzkleidung vorgehen.

Insofern sollte darüber nachgedacht werden, wie Leistungsüberprüfung definiert wird und welchem Ziel sie eigentlich Rechnung tragen soll.

Wäre es nicht denkbar eine Leistungsüberprüfung in Form einer unangekündigten Einsatzübung durchzuführen, mit der Vorgabe einer Menschenrettung aus einem Obergeschoss bei verqualmtem Treppenraum. Hierbei könnte die Leistungsfähigkeit dahingehend überprüft werden:

  • wie viele Atemschutzgeräteträgerinnen und –träger sind auch zu ungünstigen Uhrzeiten in einer Ortsfeuerwehr verfügbar?
  • wie erfolgreich beherrscht ein Einsatzleiter eine Einsatzleiterin die Grundsätze zur Erkundung einer Einsatzstelle: vier Phasen der Erkundung, Feststellung der Gefahrengruppen gemäß Gefahrenmatrix, Abwägen der Möglichkeiten zur Abwehr einer Gefahr und die Kunst hiernach die Einsatzkräfte taktisch sinnvoll einzusetzen
  • wie sicher verlaufen Standards zum Einsatz der speziellen Rettungsgeräte (sprich: tragbare Leitern)
  • […]

Letztlich würde sich die Leistung insofern überprüfen lassen, die Vorgabe einer Menschenrettung im Rahmen einer solchen unangekündigten Einsatzübung in weniger als 17 Minuten zu erreichen. Die statistisch vielfach in diesem Zusammenhang genannte Frist von 17 Minuten resultiert aus der Tatsache heraus, dass die Menschenrettung eine zeitkritische Einsatzmaßnahme darstellt. Da bei Wohnungsbränden die Vergiftung durch Rauchgase die bei weitem häufigste Todesursache ist, gilt es also aus Sicht der Feuerwehren heraus, spätestens nach Ablauf dieser Zeit mit der Wiederbelebung beginnen zu können.
Anstatt eines Fehlerkataloges könnten die Hinweise zur Leistungsfähigkeit einer Gemeindefeuerwehr, die man auf den Seiten des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg finden kann, herangezogen werden.

Und das alles, um nicht einen Pokal oder Urkunde von A nach B zu verbringen, sondern vielmehr den Vorgaben des Nds. Brandschutzgesetzes Rechnung zu tragen, welches besagt, dass gemäß § 2 die Gemeinden eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten, zu unterhalten und einzusetzen haben.

Schlauchbootrennen der RK Seesen

Geschrieben von: Oliver Voß - 11• Jun•2009

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Führerschein und die Medien

Geschrieben von: Oliver Voß - 02• Sep•2008

Das Sommerloch (zumindest in der Presse) sollte nun auch kalendarisch beendet sein…
Heute liest man in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einen Kommentar von Frau Döhner, dass ein Problem verschlafen worden ist. Das Problem, so interpretiere ich zumindest ihren Beitrag, sei die 1999 eingeführte Führerschein-Klassifizierung. Und wenn man liest, dass es nach Meinung von Frau Döhner nicht sein könne, dass Löscharbeiten scheitern, weil kein Fahrer da sei, ist es aus meiner Sicht heraus ganz schön kurz gedacht.

Das eigentliche Problem heißt nicht Führerschein-Klassifizierung sondern demografischer Wandel!
Immer weniger Menschen sind bereit, freiwillig Dienst in der Feuerwehr zu leisten. Die, die sich dann doch entscheiden, müssen immer mehr Aufgaben schultern. Es ist leider nicht damit getan, Feuerwehrtechnik in Form von ‘schweren’ Fahrzeugen von Punkt A nach B zu befördern. Denn von der technischen Seite her betrachtet, sieht es aus meiner Sicht gar nicht so schlecht um die Feuerwehren aus.

Aber liebe Frau Döhner, was bringt ihnen die schönste Fahrzeugtechnik vor Ort, wenn niemand da ist, der unter körperlich schwersten Bedingungen unter einem Atemschutzgerät in einen Raum eindringt, dass Löschmittel Wasser taktisch am richtigen Ort und in der richtigen Menge einsetzt, um die Räumlichkeiten nach Personen abzusuchen?!

Schaut man sich die Internet-Portale auch größerer Feuerwehren an, kommt man schnell zu dem Schluss, dass Ausrüstung und Fahrzeugtechnik in ausreichender Menge vorhanden ist, aber wie häufig muss man lesen, dass Feuerwehren X, Y und Z nachalarmiert werden mussten, weil zu wenig Atemschutzgeräteträger und -trägerinnen vorhanden waren.

Das Problem ist also nicht einzig und allein an der 1999 eingeführten Führerscheinklassifizierung fest zu machen, vielmehr sind es die sinkenden Mitgliedzahlen in den Feuerwehren, die unter diesem Aspekt das Indikatorpapier rot verfärben lassen.

Verrichten genügend Einsatzkräfte in einer Feuerwehr ihren ehrenamtlichen Dienst, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass genügend Führerscheinqualifizierungen rund um die Uhr verfügbar sind!

Vielleicht sollte man Mitgliederkampagnen vergleichbar in Hessen dazu nutzen, um wieder Menschen für das Ehrenamt begeistern zu können.